Gemeinsam schaffen wir mehr als alleine!
Im Stadtteil Bochum-Laer an der Alten Wittener Straße 47 möchten wir gemeinschaftlich, selbstverwalteten Wohnraum für 30 bis 40 Menschen schaffen.
Im Jahr 2025 bewarben wir uns auf die Konzeptvergabe der Alten Feuerwache an der Alten Wittener Straße und haben im Januar 2026 den Zuschlag für unsere Idee bekommen und die Gelegenheit zunächst im Rahmen einer Anhandgabephase mit der Stadt Bochum einen Erbbaurechtsvertrag zu erarbeiten, unsere Genossenschaft zu gründen, und gemeinsam mit unseren Architekt*innen alle notwendigen Genehmigungsunterlagen vorzubereiten. Bei positivem Ausgang planen wir 2027 mit den Sanierungs- und Umbaumaßnahmen zu beginnen um vielleicht schon 2028 in die ersten Wohnungen einziehen zu können.
Der Start ist gemacht – jetzt suchen wir weitere Menschen, die mit uns diesen Wohnprojekttraum verwirklichen oder sich anderweitig beteiligen wollen.
Unser Plan
Wir wollen ein Zuhause für alle Lebensphasen schaffen, das Sicherheit und zugleich einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Umwelt bietet:
- Dauerhaft bezahlbarer Wohnraum
- Wohnungen, die sich flexibel an veränderte Lebenssituationen anpassen lassen
- Gemeinschaftsräume für Begegnung und Austausch
- Nachhaltiger Erhalt des Gebäudes durch gezielte Eingriffe, Materialwiederverwendung und Eigenleistung
- Gemeinschaftliches Nutzen und Teilen von Ressourcen wie Autos, Lastenrädern, Werkzeugen oder Haushaltsgeräten
Was uns wichtig ist
- Gegenseitige Unterstützung und respektvoller Umgang – bei gleichzeitigem Raum für Privatsphäre
- Demokratische Mitbestimmung im Alltag und in der Selbstverwaltung
- Ein stabiles soziales Netz, das uns gemeinsam trägt
Genossenschaft
Wir wollen unser Wohnprojekt als Genossenschaft organisieren. Sie ist nicht auf Gewinn ausgerichtet und offen für Menschen mit unterschiedlichen sozialen und finanziellen Hintergründen.
Die Mitglieder der Genossenschaft gestalten ihr Wohnen gemeinsam – als Mieter*innen und Vermieter*innen zugleich. Wir verwalten uns selbst und entscheiden gemeinsam über die Höhe der Mieten.
Grundprinzipien
- Förderprinzip: Im Mittelpunkt steht die gemeinschaftliche Förderung aller Mitglieder. Wir schaffen Wohnraum, den Einzelne allein nicht realisieren könnten, und sichern ihn langfristig.
- Demokratische Teilhabe: Ein Mitglied, eine Stimme - alle Entscheidungen werden gleichberechtigt getroffen.
- Selbstverwaltung: Als Mieter*innen und zugleich Miteigentümer*innen übernehmen wir Verantwortung für Instandhaltung, Bewirtschaftung und einen bewussten Umgang mit Ressourcen.
- Solidarität: Gemeinsame Werte, gegenseitige Unterstützung und gelebte Nachbarschaft schaffen Stabilität und Verbundenheit.
Bestand erhalten und Chancen nutzen
Bauliches Konzept
Wir entwickeln die ehemalige Schule bzw. Feuerwache behutsam weiter und machen sie für gemeinschaftliches Wohnen zukunftsfähig. Dabei stehen der Erhalt des Bestands, ein ressourcenschonender Umgang mit Material und Energie sowie eine flächensparende Nutzung im Mittelpunkt.
Selbstausbau und Eigenleistung
Wir wollen möglichst effizient bauen, um langfristig günstige Mieten zu erzielen. Eigenleistung und Selbstausbau ist dabei ein wichtiger Baustein. Die Wohnungen können im abgestimmten Rahmen nach Übergabe durch die Genossenschaft individuell und bedarfsgerecht ausgebaut werden. Wir planen innerhalb der Bauphase an gemeinschaftlichen „Bautagen“ überall, wo es geht, selbst anzupacken.
Der richtige Raum zur richtigen Zeit
Kernwohnungen
In der Alten Feuerwache sollen neun abgeschlossene Wohneinheiten entstehen, die für die Genossenschaftsmitglieder über möglichst alle Lebensphasen hinweg ein sicheres Zuhause und einen Rückzugsort innerhalb der Gemeinschaft bieten.
Einige Fakten zu den Wohnungen
- ca. 65-75qm² groß
- erweiterbar durch Flexzimmer
- barrierefreies Bad
- große Spielräume im Selbstausbau der Wohnung, um bedarfsgerechte Lösungen für ihre jeweilige Lebenssituation umzusetzen
Flexzimmer
Der Bedarf nach Wohnraum ändert sich über die Lebensspanne hinweg – deswegen planen wir sogenannte Flexzimmer, die variabel genutzt werden können – sowohl von Genossenschaftsmitgliedern dazu gemietet, oder je nach Bedarf auch an externe Mieter*innen vergeben.
Gemeinschaftsräume
Der zuletzt als Fahrzeughalle der Feuerwehr genutzte Raum im Erdgeschoss auf der Südseite wird die Gute Stube des Projekts. Hier kann gemeinsam gekocht und gegessen, gearbeitet, gespielt und sich getroffen werden.
Weitere Gemeinschaftsräume
- Waschküche und Werkstatt
- Kellergeschoss für Gebäudetechnik und gemeinsame Lagerräume
- Etagenbäder
Unsere Ideen für den Garten
Wir planen einen vielfältigen Garten, der gemeinsam weiterentwickelt wird, ökologische Qualitäten stärkt und die Nutzungsbedarfe der Gemeinschaft deckt.
- Entsiegelte Flächen, Blühstreifen und heimische Bepflanzung zur Förderung der Biodiversität
- Fahrradstellplätze mit Überdachung
- Integration eines Mobilitätskonzepts mit Carsharing
- Rückzugsbereiche
- Wenn möglich, Flächen für Gemüse, Kräuter und gemeinschaftliches Gärtnern
Unsere Meilensteine
2026
Entwicklung der Entwurfsplanung
Genossenschaft gründen
Genehmigungsplanung erarbeiten
Erbbaurechtsvertrag unterzeichnen
2027
Ausführungsplanung erstellen
Baugenehmigung erhalten
Bauphase umsetzen
2028
Bau abschließen
Einzug & Selbstausbau
Nach der gewonnenen Vergabe beginnt für uns jetzt die Phase der weiteren Planung und konkreten Umsetzung. In enger Abstimmung mit der Stadt Bochum und innerhalb der wachsenden Gemeinschaft schaffen wir die organisatorischen, finanziellen und baulichen Voraussetzungen für das Projekt. Parallel dazu starten erste Arbeiten in Eigenleistung und der weitere Aufbau der Gruppe.